Die eigene Homepage des Makler - Teil IV
Ihre Homepage steht. Alle Inhalte sind bereit für die Besucher - doch die bleiben erstmal aus? Ihre Webseite muss nun noch bekannt gemacht werden. Ein paar Schritte sind also noch notwendig, um Ihren Erfolg auch feiern zu können.
Das Internet bietet Ihnen als Makler diverse Möglichkeiten, Vertriebsmöglichkeiten zu nutzen. Erschließen Sie also so viele wie nur möglich, um Ihre Kundschaft auf Ihre Exposés zu lotsen.
Die Immobilienportale sind wohl bei den meisten Maklern eine feste Größe für Vertrieb und Marketing. Doch genug ist das noch lange nicht, denn bei den Internetrecherchen steuern fast 70 % aller Interessenten auch die Webseiten der Wohnungsunternehmen an. Also ist klar: Sie - und damit Ihre Seite - müssen omnipräsent sein! Dies geschieht am einfachsten über Eintragung Ihrer Seite in Webkatalogen, Optimierung Ihrer Webseite für Suchmaschinen, Verlinkungen auf anderen (möglichst themenrelevanten) Webseiten sowie durch suchbegriffsabhängige Anzeigen.
Suchmaschinen & Webkataloge
Der Beginn einer Suche im Internet startet im Allgemeinen bei einer Suchmaschine oder einem Webkatalog. Google, als Marktführer der Suchmaschinen, ist also mit Sicherheit die wichtigste Institution, wo hohe Rankings entscheidend für das Finden einer Webseite sind. Als Webkatalog ist dagegen Yahoo erste Wahl. Eine Anmeldung bei diesen Beiden ist keine große Kunst, das Erreichen von Spitzenpositionen schon. Geduld ist hierbei eine kostbare Tugend.
Einige Webkataloge, gerade mit redaktionell gepflegten Datenbeständen, verlangen eine Aufnahmegebühr beziehungsweise setzen auf laufende Kosten.
Zudem gibt es professionelle Suchmaschinenoptimierer, die Ihnen die Arbeit abnehmen, Ihre Seiten auf den entscheidenden Seiten einzutragen. Doch auch hier ist Vorsicht geboten, es gibt einige schwarze Schafe, die Ihnen zwar versprechen, innerhalb kürzester Zeit “ganz oben” bei Google zu erscheinen, doch zumeist gilt dies nur für begrenzte Zeit. Suchmaschinenoptimierung ist ein langwieriger Prozess, der kein Ende hat. Auch bringt eine Eintragung in Portalen und Linklisten, die wenig Bedeutung für Ihr Kerngeschäft haben, absolut nichts - im Gegenteil, das könnte sich sogar negativ auf Ihre Seite auswirken.
Handarbeit ist wesentlich effizienter als maschinelle Anmeldung. Schauen Sie doch einfachmal in den Suchmaschinen nach “URL melden” oder “Seite anmelden”. Achten Sie aber auf die erscheinenden Angebote.
Es gibt zusätzlich noch themenbezogene Spezialverzeichnisse. Für Makler entscheidend ist zum Beispiel wohnpool.de. Ein Eintrag ins DMOZ ist ebenfalls sehr wichtig, achten Sie allerdings darauf, die richtige Rubrik zu finden.
Die Wohnungsbaugenossenschaften haben sich auf wohnungsbaugenossenschaften.de zusammengeschlossen. Auch die Landes- und Bezirksverbände von RDM und VDM bieten ihren Mitgliedern die Option, sich auf ihren Webseiten einzutragen.
Verlinkungen
Ein Begriff, der immer wieder fällt, ist die “Linkpopularität”. Damit ist das Platzieren der eigenen URL auf anderen Webseiten gemeint. Hierbei ist aber nicht (nur) die Anzahl der verlinkenden Webseiten entscheidend, sondern vor allem die Qualität. Die Rechnung lautet also: Je mehr qualitative Links, desto höher das Ranking der Seite.
Wie findet man nun heraus, was ein qualitativer Link ist? Die verlinkende Seite sollte selber über eine gute Linkpopularität verfügen (also gute Ergebnisse in den Suchmaschinen aufweisen) oder die entsprechende Seite sollte mit dem Thema der eigenen Seite übereinstimmen. Die Google Toolbar zeigt Ihnen schnell an, wie hoch der PageRank einer Seite ist (aufsteigend von 0 - 10). Nehmen Sie diesen als gutes Zeichen, nicht unbedingt ausschließlich als Bewertungsgrundlage.
Die Themenbezogenheit kann durch verschiedene Art hergestellt werden. Das Stadtportal des Ortes, in dem sich Ihr Unternehmen befindet, bietet sich aufgrund der räumlichen Natur an. Die Verlinkung aus den von Ihnen verwendeten Immobilienportalen ist für Sie selbstverständlich Pflicht, die Themenbezogenheit hier offensichtlich. Achten Sie allerdings immer darauf, dass es keine Unstimmigkeiten zwischen den Angeboten auf Ihrer Webseite und anderen Exposés gibt.
Bei größeren Bauprojekten kann es sein, dass Ihre Immobilie einen Teil des Ganzen bildet. Wird dieses Projekt mit einer eigenen Webseite präsentiert, versuchen Sie, einen Link auf dieser Seite zu erhalten. Dabei könnte man auch ein entsprechendes Partnerprogramm wählen - also einen Linktausch. Das bedeutet, dass die Partner auf ihren Webseiten gegenseitige Verlinkungen anbringen. Eventuell können Sie ja mit entsprechender Beteiligung rechnen beziehungsweise werben.
Zu bedenken bleibt allerdings, dass zu viele Links auch kontraproduktiv wirken können. Ein Link führt den Besucher Ihrer Seite weg von Ihnen - und dadurch einen Klick näher an Ihre Konkurrenz!
Sponsored Links
Bezahlte Textanzeigen, sogenannte Sponsored Links, die in den Ergebnisseiten der Suchmaschinen erscheinen, sind eine weitere Möglichkeit des Online-Marketings. Zu den drei größten Anbietern des Sponsored Listings zählen Google AdWords, Yahoo! Search Marketing (ehemals Overture) und Miva (vormals Espotting).
Das bekannteste Beispiel ist hierbei wohl Google AdWords (in Verbindung mit Google AdSense, wie es hier auf der Seite rechts im hellgrau unterlegten Kasten verwendet wird). Rufen Sie bei Google einen Suchbegriff auf, so erscheinen rechts neben und direkt über der Ergebnisliste Anzeigen von Unternehmen, die sich auf den eingegebenen Suchbegriff beziehen. Bei der Einrichtung Ihres AdWords-Kontos sollten Sie also entsprechende Suchbegriffe und passende Kombinationen eintragen, mit denen Sie gefunden werden wollen - also z. B. “Immobilien Dortmund”, “Wohnung Hannover” oder “Immobilie Ruhrgebiet”. Testen Sie verschieden Möglichkeiten aus, um die perfekte Kombination zu finden. Durch die kontextabhängige Schaltung ist der Streuverlust extrem gering und die Wahrscheinlichkeit, dass der Suchende den Link anklickt, entsprechend hoch. Dabei zahlen Sie nur für die erfolgten Klicks auf Ihre Anzeige (Pay per Klick). Da Sie ein festes Monatsbudget eingeben und einen Maximalpreis pro Klick eintragen, haben Sie vollständige Kontrolle über dieses Marketing-Instrument und vor allem über die entstehenden Kosten.
Diskussionsforen
Das Internet in der heutigen Form verbindet Menschen immer mehr. Zu fast jedem Thema gibt es bereits unzählige Diskussionsforen. Diese Nachrichtenplattformen, die Fragen und Antworten beinhalten, eignen sich sehr gut dazu, Ihre Kompetenz unter Beweis zu stellen und Ihre Seite zu publizieren - zumeist als Link in Ihrer Signatur. Allerdings ist es bei den meisten Foren so, dass direkte Werbung verboten ist. Mit etwas Fingerspitzengefühl können Sie aber auch hier Ihr Unternehmen vermarkten.
Marketing in Printprodukten
Die Printmedien sind - trotz aller Unkenrufe aus dem Web - noch lange nicht tot. Daher sollten Sie es nicht versäumen, zur Imagepflege Ihre Internetpräsenz auch auf diesem Kanal bekannt zu machen. Dazu zählen natürlich Ihre Geschäftspapiere (Visitenkarte, Briefpapier, Flyer), aber auch Inserate in den Tageszeitungen. KFZ-Beschriftung sollte entsprechend erweitert bzw. angebracht werden. Denken Sie dabei daran: Eine gute URL lässt sich leichter merken als eine Telefonnummer.
Als letzten Punkt können Sie auch noch Ihre Werbegeschenke entsprechend bedrucken.
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Ein Kommentar
1.
Angelshop schrieb am 09. Februar 2009 um 16:26
Danke für die praktischen Hinweise - auch als Nichtmakler werde ich wohl von dem ein oder anderen hier profitieren.