Die eigene Homepage des Makler - Teil II
Die Gestaltung eines Internetauftrittes will wohlüberlegt sein, ist es doch die Visitenkarte eines Unternehmens. Wer einfach “drauflos” geht, wird kaum langjährigen Erfolg haben können. Ein paar Tipps für den Start sollen hier gegeben werden.
Vorüberlegungen
Für was auch immer Sie sich entscheiden, in irgendeiner Art und Weise kommen Kosten auf Sie zu. Je mehr Sie sich für Ihren Webauftritt wünschen, umso teurer wird es. Für eine kleine Webvisitenkarte müssen Sie mit ca. 1,50 € im Monat rechnen. Höherwertiger Webspace bei einem Massenhoster schlägt meist schon mit 5 - 10 € pro Monat zu Buche. Wer nur etwas mehr benötigt ist mit einem virtuellen Server (ab ca. 10 €/Monat) gut bedient, für ganz große Projekte sollte dann aber ein richtiger Server angemietet werden (ab ca. 35 €/Monat). Damit haben Sie aber bisher nur den Platz gemietet und noch keine Homepage - wobei Sie zumindest eine URL (Domain) bereits enthalten haben sollten. Ein paar Webhosting-Anbieter sind 1&1, STRATO oder auch Schwarzkünstler.
Viele der Massenhoster bieten zusätzlich noch Baukästen an, mit denen man sehr schnell eine Website zusammenklicken kann. Auch so manches Immobilienportal bietet dies an (obendrein noch kostenlos). Der Nachteil liegt dabei darin, dass sehr viele Seiten auf diesem Baukasten aufbauen - von Individualität keine Spur. Ambitionierte Makler werden kaum auf eine eigene Lösung verzichten wollen, die Frage ist nur, wie man sich den Wunsch einer Homepage erfüllt.
Ich will hier nicht auf alle Lösungen eingehen, mit denen Webseiten erstellt werden können, das würde doch den Rahmen sprengen. Nur ganz kurz: Verwenden Sie bitte beim “Selberbasteln” ein dafür vorgesehenes Programm und nicht gerade die Office Produkte Word, PowerPoint & Co von Microsoft. Einsteiger, die eine einfache Möglichkeit zur Seitenerstellung wünschen, sei Dreamweaver ans Herz gelegt (mit dem auch sehr viele Profis arbeiten) oder - falls im Office Paket enthalten - auch FrontPage von Microsoft.
Doch die wohl sinnvollste Lösung für gewerbliche Webseiten ist die Beauftragung eines Profis. Je nach Umfang und wünschen berät Sie ein Webdesigner, um mit Ihnen zur perfekten Lösung zu kommen. Da es häufig dazu kommen wird, dass sich die Inhalte bei Maklern ändern, ist es von Vorteil, ein entsprechendes System als Serversoftware zu verwenden. Man redet von sogenannten “Content Managment Systemen”, d. h. Inhalt und Layout sind getrennt, sodass unbedarfte Redakteure auf keinen Fall das Design der Seite “zerschiessen” können. Die Kosten für ein solches System hängen von recht unterschiedlichen Faktoren ab, ein guter Webdesigner berät Sie hier gerne.
Die Kosten für einen professionellen Auftritt sind recht unterschiedlich, genaue Preise werden Ihnen wohl erst bei einem konkreten Angebot gesagt werden können. Sie können sich wohl vorstellen, dass die Frage nach den Kosten einer Webseite ungefähr genauso zu beantworten ist wie die Frage “Was kostet ein Haus?”. Ohne zusätzliche Informationen unbeantwortbar!
5 schnelle Tipps zur Gestaltung
- Ihr erster Schritt sollte sein zu überlegen, wer die Hauptzielgruppe der Besucher Ihrer Seite sind. Entsprechend sollten Sie Sprache, Design und Farben wählen.
- Das Erscheinungsbild Ihrer Firma sollten einheitlich sein. Der Fachmann spricht vom Corporate Design. Schauen Sie sich also Ihre bestehende Geschäftsausstattung an, nehmen Sie Ihre Visitenkarte und eventuell Ihre Flyer in die Hand. Achten Sie auf die Farbgebung und die Typographie und übernehmen Sie diese für Ihren Online-Auftritt.
- Ein wichtiger Punkt im Internet ist die gute Lesbarkeit und schnelle Übersicht. Benutzen Sie eine einheitliche Schrift auf allen Seiten, behalten Sie das Layout bei.
- Die Struktur Ihrer Webseite ist so ziemlich das Wichtigste. Schließlich soll sich ein potentieller Besucher schnell zurechtfinden und zügig zum Ziel kommen. Muss er erst nach dem Weg suchen, sucht er sich lieber ein anderes Angebot. Verwenden Sie eine klare Menüführung, vorzugsweise am oberen oder seitlichen Fensterrand.
- Klasse statt Masse, Qualität statt Quantität - und vor allem: Weniger ist mehr! Vermeiden Sie unnötigen Ballast an “Goodies”, die meist nur Ladezeit kosten und keinen Mehrnutzen haben. Dazu gehören animierte Grafiken, aufwändige Introfilme und ähnliches.
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